Was machst du mit deiner heißen Kartoffel?

So heißt unser Motto auf dem Streetlife 2019 und heute um 16:00h geht es los. Sie finden uns in der Ludwigstr.24 direkt gegenüber vom CadU.

Wer kocht die Kartoffel??

Transgenerationale Traumata sind Schockerlebnisse, die vor mehreren Generationen entstanden sind. In der Transaktionsanalyse als „Episkript“ bezeichnet, entstehen diese Traumata durch schwere Erlebnisse wie Krieg, Hungersnot, Tod von Kindern und Geliebten im Bombardement, Gewalt, Vergewaltigung, aber auch persönlichen Schicksalen wie Suizid, Verrat, schwerer Betrug oder Kapitalverbrechen wie Mord. Die heißen Themen werden  oft nicht besprochen, weil sie zu belastend sind, es den Betroffenen vor Schock die Sprache verschlagen hat oder sie auch gar nicht wissen, was sie dazu sagen sollen. Manche schweigen, weil sie die Erinnerung einfach nicht aushalten können oder ein unempathisches Umfeld nichts von ihrer Not wissen will. Viele nehmen ihre furchtbaren Erlebnisse dann mit ins Grab.

Die Kartoffel wird weitergegeben

Familiengeheimnisse lassen sich leider nicht beerdigen. Wie eine heiße Kartoffel wird die Belastung an manche Nachkommen weitergegeben – meist ohne die passenden Worte dazu. Wie ein Fluch kann diese Belastung das Leben der Nachkommen blockieren. Die Betroffenen wissen oft nicht einmal, dass das Schwere in ihrem Leben aus den Traumata der Vergangenheit gespeist wird. Während die Familien der Opfer oft ihr Opfersein wiederholen, versuchen die Familien der Täter oft, die Tat der Vorfahren wieder gut zu machen. Sie bezahlen Schulden, die sie gar nicht verursacht haben, erleben immer wieder unverschuldete Verluste oder Pannen, für die sie nichts können. Die Nachkommen der Täter wiederum verzichten oft auf das Glück, um die Ehre der Familie wieder herzustellen. Die Betroffenen wissen in der Regel nicht, dass die Ursache in einer Zeit liegt, die schon lange vergangen ist und finden sich resigniert mit ihrem Schicksal ab.

Information ist alles

Die gute Information: man kann so etwas aufösen und sich befreien. Aber dazu muss man erstmal wissen, dass es so etwas gibt. Suchen Sie nach den Zusammenhängen und versöhnen Sie sich mit Ihren Wurzeln, die Kraft aus der Vergangenheit schöpfen sollen. Auch wenn wir natürlich keine Traumata auf dem Streetlife auflösen können – wir können Ihnen einige Tipps und Suchhinweise geben. Das große Geheimis liegt darin, dass die Seele die Zusammenhänge durch Verständnis und Liebe zur eigenen Familienlinie auflösen will, auch wenn die Ratio gar nichts davon hält. Wir möchten Sie inspirieren und Ihre Gedanken anregen, damit neue Perspektiven entstehen können. Daher wartet an unserem „Wurzeltisch“ einen Flyer auf Sie mit vielen Anregungen und Fragen für zuhause. Und natürlich haben wir wieder persönliche Botschaften vorbereitet. Diesmal Botschaften von Ihren Ahnen.

Kommen Sie gerne vorbei, es lohnt sich!

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